Kunstprojekt  „Meine Philosophie: Authentizität“
Aktionskunst “Strafarbeit-Denke ich selbst ?!”

vor der Friedrichschule DURLACH

Das Kunstprojekt  „Meine Philosophie: Authentizität“  wurde im Jahr 2010 erstmals mittels der Kunstseite www.lavite-machine.de und nachfolgend bei mehreren Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Vor allem auf der Kunstseite vereinen sich die einzelnen Elemente Text, Malerei, Fotografie und Videokunst zu einem Gesamtkonstrukt – ebenso wie eine Vielzahl von Schrauben (la vite = die Schraube (ital.)) richtig zusammengesetzt ein funktionierendes Ganzes – eine Maschine (machine = Maschine (engl.)) ergeben können. Eben diese “Funktion” von „Meine Philosophie: Authentizität“ ist die ausschlaggebende Eigenschaft meines Kunstprojekts.
Es  ist daher auch in seiner Ganzheit nicht getrennt oder abgeschlossen zu betrachten, sondern entfaltet seine Wirkung erst als offener Kanal zwischen dem Sender und dem Betrachter. Die so entstehende Kommunikation soll eine Wechselwirkung zwischen beiden Polen entstehen lassen und dadurch beide Pole bewegen.
So sind auch die beiden weiteren Stilmittel meiner Kunst – die Aktionskunst und der offene Vortrag – als besonders intensive Schnittstellen zwischen Rezipienten und Künstler zu verstehen.
Gewünschtes Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Künstler und Rezipient, aber auch der Weg dieses Ergebnis zu erreichen, ist”Authentizität”.
Authentizität bezeichnet per Definition „eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt. Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden.“ (wikipedia)
Da Authentizität jedoch meiner Ansicht nach nicht im Außen hergestellt werden kann, sondern nur im Innern gelebt und erst dann nach außen wirken kann, liefert meine Kunst kein fertiges Konzept oder abgeschlossene Antworten, sondern soll als Anstoß für eineigenes Nachdenken und so dem Gewinn eigener Erkenntnis dienen. Durch die angestoßene Bewegung beim Betrachter kann ein weiteres gewünschtes Ergebnis folgen, nämlich die Auflösung der Grenze zwischen Künstler und Rezipient.
“Meine Philosophie: Authentizität” wirft daher auch Fragen nach den Motiven des Handelns des Betrachters selbst auf, lädt dazu ein, diese genau zu betrachten, diese zu überprüfen und sie gegebenenfalls neu auszurichten.
Die Richtung soll dabei nicht vorgegeben sein, sondern aus der eigenen Intuition entstehen, indem Fragen wie:

Welche Ziele habe ich?
Was ist mir wichtig im Leben?
Was ist tatsächlich meine ureigenste Überzeugung? –

indem diese Fragen aus sich selbst heraus beantwortet werden – und nicht von außen oder im Außen.
Die stilistischen Mittel um diesen Nachdenkprozess beim Betrachter auszulösen sind hauptsächlich:

Malerei,  in der ich überwiegend eine ganz eigene Interpretation des Surrealismus ausdrücken möchte;
Texte,  die sich frei zwischen verschiedenen lyrischen Stilen bewegen Fotografien,  die Assoziationen zwischen einem abstrakten Begriff und dem Bildmotiv herstellen und Videokunst  in der eine Auseinandersetzung zwischen bewegten und statischen Momenten stattfindet, deren verschlüsselte Bedeutung den Betrachter zur Interpretation einlädt.

Aktionskunst – “Strafarbeit-Denke ich selbst ?!”
Die Aktionskunst „Strafarbeit-Denke ich selbst?!“ besteht aus zwei Komponenten:

Der erste Teil der Handlung umfasst das Beschriften von Laken, Leinwänden und Endlospapier fortlaufend mit dem Begriff „Authentizität“. Das Beschriftete wird nach und nach am Kunstort aufgehängt bzw. ausgelegt. So entsteht ein Raum, dessen „Wände“ aus den vor Ort entstehenden Aufschrieben besteht. Die eindringliche Wiederholung des Wortes „Authentizität“, die sich physisch immer umschließender aufbaut, soll zunehmend eine konfrontative Wirkung erzielen.

Mit dieser Wirkung wird in der zweiten Komponente der Aktionskunst gearbeitet. Inmitten des entstehenden Raumes sitze nicht nur ich als die „Strafarbeit“-ausführende Person, sondern mir gegenüber mit Blickrichtung auf das Geschehen auch zufällige und freiwillig an der Kunst teilnehmende Personen. Das künstlerische Moment dabei entsteht in dem ergebnisoffenen Fortgang dieser Situation.

Idealerweise tritt der Betrachter in Reflexion ein, die das Selbst im Bezug auf die direkte Umgebung oder auch auf einen größeren Kontext (z.b. die „Gesellschaft“) betrachtet. Die Grenze zwischen mir als Künstlerin und Betrachter wird dadurch aufgelöst, dass in diesem Moment beide in dieser Situation eigenständig erfahrende bzw. selbst erfahrende Individuen werden und jeweils eigene, vielleicht sogar neue Schlüsse daraus ziehen können (im Gegensatz zu einem Botschaft vermittelnden und einem Botschaft empfangenden Pol).

Die Aktionskunst und der offene Vortrag haben einen stark experimentellen Charakter und sind Feld für Entwicklung.

Schnittstellen waren bisher die Ausstellungen:

im Gewölbekeller Karlsruhe-Durlach im Mai 2011
im Kohi-Kulturraum Karlsruhe im Oktober 2011
die Gruppenausstellung zum Welttag der seelischen Gesundheit im Rathaus-West Karlsruhe im Oktober 2011 (mit „Schiller 33“)
zum Adventmarkt in der Gärtnerei der HWK Karlsruhe-Grötzingen im November 2011 (mit „Schiller 33“)
zur Kohinale 2011 im und mit dem Kohi-Kulturraum Karlsruhe vom Dezember 2011 bis zum Januar 2012
in der Orgelfabrik Karlsruhe-Durlach im April 2012 (mit „Schiller 33“) mit einer Lesung meiner Texte und einen Vortrag mit dem Thema „Authentizität“ zur Finissage
im Ordnungs-und Bürgeramt Karlsruhe vom November 2012 bis Mai 2013
zum Adventmarkt in der Gärtnerei der HWK Karlsruhe-Grötzingen im November 2012 (mit „Schiller 33“)
Kunstorte N°10 „Stille Örtchen“, Bonn, April 2013
zur Eröffnung der neuen Betriebsstätte HWK in der HWK Hagsfeld 2 vom 05.06.2013 – Ende August 2013 (mit „Micro Utopia“)
seit dem 28.09.2013 (ca. alle drei Monate) Lesungen u.a. von meinen Texten im Zentrum für seelische Gesundheit in den Räumen des Club Pinguin, Karlsruhe
zum Adventmarkt in der Gärtnerei der HWK Karlsruhe-Grötzingen im November 2013 (mit „Micro Utopia“); Lesung meines Textes „Punkt und Komma-Im Land der freien Buchstaben zur Vernissage
von Februar 2014 bis Februar 2015 Ausstellung Malerei und Fotografie in dem Weinlokal “Heilige Sophie”, Sophienstraße 35, Karlsruhe
Kunstfest Meißen vom 10. bis 11. Mai 2014 mit der Aktionskunst “Strafarbeit-Denke ich selbst?!”
von Juli 2014 bis Dezember 2015: Teilnahme an Wanderausstellung  “Kunst als Brücke” vom kulturnetzwerk blaues haus e.V.
vom 17.12.2014 bis Mitte Januar 2015 Ausstellung Fotografie und Malerei in dem Lokal “Gurke”, Augustastraße 3, 76137 Karlsruhe
vom 26.02.2015 bis 28.03.2015 Ausstellung Malerei und Fotografie in der Galerie “art61” in der Neckarstraße 61, Karlsruhe
OpenArts Dortmund Phoenixsee am 07.06.2015 mit der Aktionskunst “Strafarbeit – Denke ich selbst?!”
von Dezember 2015 bis Mai 2017 Ausstellung Fotografie in den Räumlichkeiten vom „Integrationsfachdienst“, Erzbergerstr. 119, Karlsruhe
November 2017 Ausstellung Fotografie in den Räumlichkeiten des “IBZ”, Kaiserallee 12d, Karlsruhe
November 2018 bis Mai 2019 Ausstellung Fotografie und Malerei in der AWO Begegnungsstätte “Irma Zöller”, Klauprechtstr. 30, Karlsruhe
22.Mai 2019 bis 25.Mai 2019 Ausstellung Fotografie, Malerei und Aktionskunst “Strafarbeit-Denke ich selbst ?!” im Gewölbekeller Durlach, Pfinztalstr. 33, Karlsruhe
29. und 30.Juni 2019 Aktionskunst “Strafarbeit-denke ich selbst ?!” auf der 9.Grötzinger Kulturmeile
06. und 07. September 2019 Aktionskunst “Strafarbeit-denke ich selbst ?!” auf der 1. Durlach-Art
4.und 5.März 2020 Aktionskunst “Strafarbeit-Denke ich selbst?!” in dem Ausstellungsraum “theartape”, Karlsruhe
seit März 2020 Ausstellung Fotografie und Malerei, Rathaus Waldbronn

Kontaktdaten:

Kontaktperson: Laura Viviana Teichmann
E-Mailadresse: laura.teichmann@freenet.de
Webseite: http://www.kunst.lavite-machine.de

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